Samstag, 29. September 2007

Finalmente!

So, jetzt hab ich's aber wirklich geschafft, jetzt bin ich in Rom! Andrea von der Organisation home4students hat mich am Flughafen abgeholt und mich in die alte Wohnung gebracht. Dort habe ich meine Habseligkeiten zusammengerafft und dann sind wir gleich weiter in mein endgültiges Domizil in der via Battistini. Die Wohnung hier ist recht groß, insgesamt sind wir sieben WG-Mitbewohner aus ganz Europa. Sogar zwei Deutsche sind dabei, aber sie weigern sich, Deutsch zu reden. Einerseits ganz gut, dann komm ich auch zum italienisch sprechen, andrerseits auch ein wenig komisch, weil man ja weiß, dass der andere Deutsch auch könnte.
Jedenfalls hab ich ein sehr großes Zimmer für mich allein. Ich lebe hier auf geschätzten 20m2, mit Balkonzugang. Das Zimmer war vorher ein Doppelzimmer, darum die Größe. Die Wohnung ansich ist etwas weiter von der nächsten Metro - Station entfernt als anfangs angenommen. Aber der Bus geht gleich vor der Haustür weg und der bringt mich in fünf Minuten auch zur U-Bahn.
Den nächsten Supermarkt hab ich auch gleich gefunden und mich sofort mit dem höheren Preisniveau hier in Rom vertraut gemacht. Zur Verdeutlichung: einen liter Milch bekommt man hier nicht unter einem Euro.

Am Montag gehts dann mit einer Woche Verspätung auf die Uni. Die Kurse haben hier schon am 24. September angefangen, aber durch meine Krankheit beginnt für mich das Leben auf der Uni hier erst am 1. Oktober. Am Montag werde ich auch gleich den Einstufungstest für den Sprachkurs machen, mich im ESN - Büro melden und mich für eine organisierte Reise nach Pisa und Florenz vom 19. - 21. Oktober anmelden. Am Nachmittag beginnt dann die Vorlesung. So wie es momentan aussieht, bin ich immer nur nachmittags auf der Uni, dafür aber vermutlich jeden Tag. Das System hier habe ich noch nicht ganz durchschaut, da es eine Art "Basis-Modul" gibt und dann aufbauend Vorlesungen mit anderen Fakultäten zur Spezialisierung. Sollte es allzu kompliziert werden, werde ich mich auf das Basis-Modul konzentrieren.

Mit einem ausführlichen Uni-Bericht und ersten Fotos werde ich mich dann nächste Woche melden!

Bis dahin, viele Grüße aus Rom!

Romina

Dienstag, 18. September 2007

Gerade noch in Rom, jetzt schon wieder am Philippsberg!

Tja, irgendwas ist immer. Zwei Tage vor meiner Abreise ist eine Netzhaut- und Glaskörperentzündung in meinem linken Auge diagnostiziert worden. Da ich an einer Netzhautentzündung vor einenhalb Jahren bereits laboriert habe, wollte mich keiner meiner Ärzte (weder der Augenarzt daheim, noch die Ärztin in der Ambulanz) nach Rom abreisen lassen. Da der Zug aber bereits gebucht war und nicht stornierbar, Christina ihren Rückflug von Rom auch fixiert hatte, hätte das einen ziemlichen organisatorischen und finanziellen Aufwand bedeutet. Schlussendlich konnte ich raushandeln, dass sie mich nach Rom fahren ließen, mit der Auflage, am Dienstag wieder zurück zu sein. So war es dann auch.
Am 14. September um 23:04 Uhr sind Christina und ich mit dem EN in Richtung Rom aufgebrochen. Da die Ferien bereits vorbei waren, war der Zug nicht überfüllt und wir konnten sogar mit einer Sitzplatz Karte ganz angenehm die Nacht durchschlafen. Am Morgen des 15. Septembers hieß uns Rom mit traumhaftem Wetter willkommen. Der Himmel war strahlend blau, die Temperaturen für den Herbst mehr als hervorragend und nach einer für römische Verhältnisse recht ruhigen Fahrt konnten wir auch die Wohnung beziehen.

Die Wohnung, in der meine Habselikgkeiten momentan untergebracht sind, liegt im Süden der Stadt. Da sie gerade noch umgebaut wird, herrscht großes Chaos. In meinem Zimmer befindet sich ein Bett, ein Kasten u. eine kleine Kommode. Der Rest wird diese Woche geliefert. Durch meine Abwesenheit wird sich das für mich nicht mehr wirklich auswirken, aber egal. Momentan wohnen wir zu viert in dieser 160qm großen Wohnung. Ein Italiener, ein Kubaner, eine Spanierin und ich. Den Kubaner hab ich persönlich noch nicht kennen gelernt, Christina hat ihn aber gleich "Fidel" getauft...Da die zwei Männer voher allein gehaust haben, sieht die Küche auch dementsprechend aus. Tangiert mich aber nicht wirklich, wie gesagt, es befindet sich nur ein Teil meines Hab und Gutes in Rom und dem wird das Chaos vermutlich relativ egal sein.

Am Samstag haben wir dann gleich Rom erkundet und waren begeistert! Wie schon oft erwähnt, Rom ist einfach eine unglaublich tolle Stadt. Mit dem Gespür von zwei Frauen wie Christina und mir haben wir natürlich gleich eine tolle Einkaufsstraße gefunden und uns stilmäßig den Römerinnen anpassen. Natürlich haben wir auch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten besucht, ist ja wohl klar. Zu Mittag sind wir dann essensmäßig in eine Touri-falle getappt, aber das gehört nunmal dazu.

Der Sonntag war unser "Tag des Papstes" - wir waren am Petersplatz. Da wir immer sehr viel zu Fuß unterwegs waren, haben wir außer den üblichen Sehenswürdigkeiten auch noch viele andere Ausgrabungen und schöne Orte entdeckt. Abends gings dann nach Trastevere zum Essen. Trastevere ist quasi ein Ausgehviertel in Rom, Restaurants und Bars reihen sich hier nebeneinander auf - eines netter als das andere.

Am Montag gings dann erstmal auf die Uni. Die Wirtschaftsfakultät liegt außerhalb der "Cittá Universitaria", aber das ist nicht weiter schlimm, da nur eine Straße dazwischen liegt. Im Erasmus Büro habe ich mich dann inskribiert und das wars dann auch schon. Somit bin ich nun offizielle Erasmus Studentin an der Wirtschaftsfakultät der Universität La Sapienza!

Tja und am Abend gings dann mit dem Flieger zurück nach Österreich. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge habe ich mich für knapp zwei Wochen wieder von meiner Wahlheimat Rom verabschiedet. Jetzt muss ich noch zehn Tage daheim ausharren, brav Cortison Tabletten schlucken und meinen Kontrolltermin im LKH wahrnehmen. Dann ist es aber (hoffentlich) geschafft und ich kann fix mein Auslandssemester antreten. Ende September kann ich dann auch in mein endgültiges Domizil in der via Battistini ziehen und mich in Rom heimisch machen. Bis dahin habe ich quasi noch "Zwangs-Ferien" und werde mein Italienisch noch weiter aufbessern.

Hier noch ein paar Fotos von meinem Kurztrip mit Christina: